WU Kapitalisten und Nachhaltigkeit – ein ungleiches Paar?

Am 9. Mai fand der dritte Nachhaltigkeitstag an der Wirtschaftsuniversität Wien statt. Dabei wurde zu den Themen Banken, Arbeit und Klimawandel mit Experten und Expertinnen der verschiedenen Bereiche diskutiert. Unter dem Thema „Die Zukunft der Arbeit“ lud Michael Soder vom Institut für Ecological Economy zur aktiven Auseinandersetzung mit der Frage, wie die Arbeitswelt von morgen ausschauen könnte und ob die Erwerbsarbeit wie wir sie kennen noch von Bedeutung sein wird.

Im Anschluss organisierte das WU Gründungszentrum einen Start UP Talk zum Thema „Unternehmertum und Nachhaltigkeit“. Dabei diskutierten Zitta Schnitt, Spezialistin für nachhaltiges Produkt Design und Produktsourcing, Richard Preissler von [sic!] und Julian Wudy von Collective Energy über die Herausforderungen des Geschäftsfeldes „Sustainability“. Moderiert wurde von Philipp Gaggl. Der Stream zum Talk ist auf der Facebookseite des Gründungszentrums abrufbar.

Zum Thema wie sich Banken in der Zukunft weiterentwickeln können und müssen und warum eine ethische Art der Geldanlage eine langfristigere Investition sei als es herkömmlich sind und es wichtig ist den Mensch wieder in den Mittelpunkt zu stellen – darüber haben sich am Nachmittag Herr Ritsch vom Bankhaus Schelhammer und Schattera und Herr Zimmerl vom Projekt Bank für Gemeinwohl unterhalten. In eine noch sozialere Richtung ging es dann am späteren Nachmittag wo Frau Gmeindl von oikoCredit gezeigt hat wie viel wenig Geld verändern kann. An konkreten Beispielen brachte sie uns in entspannter Atmosphäre den Impact von Mikrokrediten näher und verblüffte damit.                                                                                                                                                                               In der Galerie fand ein spannender Workshop zum Thema „Klimawandel“ mit Valentina Aversano-Dearborn vom Forum VIA statt.

Am Abend luden wir zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Nachhaltigkeit im Businessalltag – ist das möglich?“. Heinrich Staudinger (Geschäftsführer von GEA), Tanja Dietrich-Hübner (Leiterin der Stabstelle „Nachhaltigkeit“ bei REWE) und Melanie Klug (President von oikos Vienna) nahmen am Podium Platz. Leider musste sich und Karl-Michael Brunner (WU) kurzfristig entschuldigen, weshalb ein Stuhl frei blieb. Dieser wurde spontan und auf jeden Fall würdig von Michael Bauer-Leeb (Geschäftsführer von Weitblick) eingenommen. Moderiert wurde die Diskussion von Fred Luks vom Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit der WU Wien.

Angefangen bei dem Kampf der Kleinen gegen die Großen reichten die Themen vom Greißler-Sterben bis hin zu Verschwörungstheorien gegen Großunternehmen. Vor allem zwischen Heinrich Staudinger und Tanja Dietrich-Hübner gingen die Wogen hoch. Angefeuert vom Publikum lieferten sich die beiden einen Schlagabtausch, der von seitens der REWE Vertreterin hart aber sachlich verlief, Staudinger hingegen wurde mitunter emotional und zitierte nicht nur berühmte ÖkonomInnen, sondern auch Buddha. Melanie Klug und Michael Bauer-Leeb schafften es zwischen den beiden Diskutierenden zu vermitteln.

Nach Kapitalismuskritik aus dem Publikum und der Frage, warum wir eigentlich konsumieren, verlagerte Fred Luks die Diskussion an das Buffet. Die Bioküche Zeile versorgte uns mit zahlreichen veganen Köstlichkeiten und bei einem Glas Wein ließen wir den Tag in anregenden Gesprächen mit interessanten Personen ausklingen.

 

 

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